Donnerstag, 30. April 2015

Instagram-Rückblick | Mein April

Heute mal ein Rückblick der besonderen Art. Fee hat im April auf Instagram zum ABC-Spiel eingeladen. An 24 Tagen hintereinander wurden unter dem Hashtag #abcfee2015 Bilder gesammelt, die einen Buchstaben darstellen. Sage und schreibe 15.000 Fotos sind bei dieser Aktion zusammengekommen. Auch ich habe mitgemacht... 

 A wie Aufgeplatzt. Unfall beim Eierfärben | B wie Berührungspunkt | C wie Chaos auf dem Schnittbogen der Burda


D wie doppelt gemoppelt | E wie Erholen und Entspannen während der Osterfeiertage | F wie Freudenschrei. Juhu, ich hab' gewonnen!


G wie greenfietsen. Mein Label auf der Hobo Bag | H wie Hennriette, das verrückte Huhn, das ich gleich zweimal ausgebrütet habe | I wie Irland


J wie Jojos, die meine neue Sommertasche zieren | K wie kolossal lecker. Apfel-Zimt-Schnecken à la G'macht in Oberbayern | L wie Lucite Green, meine Lieblingsfarbe im Moment


M wie Mainufer in Frankfurt | N wie Nähen, zum Beispiel Schnürsenkel nach der Idee von Maria | O wie Oben. Schwindelfreiheit ist Voraussetzung für diese Wohnlage in Bonifacio auf Korsika


P wie Pisa und sein schiefer Turm | Q wie Quarantäne. Keine Sorge, die Knöpfe spielen nur. Da muss jeder mal in die Mitte | R wie Radfahren und Relax


S wie superschöner Sonntagsausflug | T wie Tulpen | U wie Ungeduld vor der Veröffentlichung meines zweiten DaWanda-Blogposts


V wie Vintage-Schreibmaschine, mein neues Schätzchen ♥| W wie Wunderblume, die wächst und gedeiht | X wie X-Chromosom. Es heißt, Menschen mit zwei davon hätten ein Faible für Schuhe und Taschen. Ob da wohl was dran ist? *zwinker*


Und was ist mit Y und Z? Die letzten drei Buchstaben des Alphabets fanden an einem Tag statt, und ich entschied mich für X. Das war also das ABC-Spiel. Es hat mir viel Spaß gemacht, wenn ich auch zugeben muss, dass mir zwischendrin ein wenig die Ideen und die Motivation ausgingen - besonders während unserer Urlaubswoche. Da hatte ich einfach anderes zu tun und mir deshalb erlaubt, auch mal auf ein schönes Archivbild zurückzugreifen. Nun freue ich mich auf den Wonnemonat Mai und Instagram ganz ohne Buchstabensalat. 

Dienstag, 28. April 2015

Hobo Bag - Das Volltreffer-Geschenk zum Muttertag

Am 10. Mai ist es so weit: Die Bastelmafia wird wieder aktiv, denn Muttertag steht an! Mama ist die Beste, und natürlich sollte sie an diesem besonderen Tag reichlich verwöhnt und beschenkt werden. Blümchen und Pralinen sind dir zu langweilig, Massage-Gutschein hattest du letztes Jahr schon? Wie wär's dann mit einer selbst genähten Tasche? Ich habe meiner Mama zum Geburtstag die Hobo Bag aus Meine Tasche - Mein Design genäht und kann berichten, dass sie sensationell gut angekommen ist. Ein absolutes Volltreffer-Geschenk, das garantiert auch am Muttertag für Glücksmomente sorgt.

Hobo Bag nach dem Schnitt von Miriam Dornemann

Es war nicht leicht, die Tasche nachträglich noch mal für einen Fototermin zu bekommen. Ich musste sie meiner Mutter quasi aus den Händen reißen und hoch und heilig versprechen, sie umgehend wieder zurückzubringen. Zum Glück hat beim Fotografieren im Garten kein Vogel aus der Luft was fallen lassen. Sonst hätte ich mein Testament machen können.

Hobo Bag nach dem Schnitt von Miriam Dornemann

Auch wenn Lila nicht zu meinen ganz großen Favoriten zählt, muss ich sagen: Die Tasche würde ich sofort auch selbst tragen. Ich finde die Taschenform megatoll und den "Bird Dot" von Carrie Bloomston mit den Piepmätzen am Stoffrand einfach perfekt dafür. Gekauft habe ich den Stoff im März auf der Creativa, und wie du hier bei Red Pepper Quilts sehen kannst, gibt es viele hübsche Kombistoffe aus der Serie "Collage". Meine Lederlabel habe ich auf der Creativa bestellt und sind von Dortex.

Hobo Bag nach dem Schnitt von Miriam Dornemann

Die Tasche ist im Buch mit "Schwierigkeitsgrad 2" angegeben. Ich fand das Nähen weitgehend unkompliziert, wenn ich auch ein bisschen improvisieren musste, weil ich den Schnitt vergrößert habe - ohne darauf zu achten, auch die Rundung für den Reißverschluss-Streifen entsprechend anzupassen. In der Anleitung steckt übrigens ein Fehler bzw. Verdreher ... 

Hobo Bag nach dem Schnitt von Miriam Dornemann

Es heißt im Text, man solle die Tasche aus Oberstoff auf rechts wenden und dann in die Tasche aus Futterstoff schieben. Ja, oft wird das beim Taschennähen so gemacht, dass Oberstoff und Futterstoff rechts auf rechts liegen. Aber diese Hobo Bag wird über den Reißverschluss gewendet, die Nähte liegen am Ende innen offen, und deshalb muss anders gesteckt werden: Die Taschen müssen links auf links liegen - die Tasche aus Oberstoff innen und die Futtertasche außen. Beim Blick in die Tasche schaut man also auf den schönen Außenstoff.

Hobo Bag nach dem Schnitt von Miriam Dornemann

Das Buch enthält auch einen Schnitt für eine Aufsatztasche mit zwei Kellerfalten. So hat Mamas Hobo Bag auch auf der Rückseite einen schönen Hingucker bekommen, und sie hat noch eine Tragevariante, wenn sie mal keine Lust auf die Vogelschar hat. Der Knopf dient nur der Zierde.  

Hobo Bag nach dem Schnitt von Miriam Dornemann

Verstärkt habe ich die Hobo Bag, wie im Buch empfohlen, mit Volumenvlies H 630 auf dem Außenstoff und dünner Bügeleinlage H 250 auf dem Innenstoff. Ich bin sehr zufrieden mit der Wahl der Vlieseline. Die Tasche hat einen guten Stand, ohne steif zu sein. Sogar ohne Inhalt steht sie wie eine Eins. Den Trageriemen habe ich mit H 630 gefüttert. Was du wissen musst: Die Hobo Bag ist eine kleine, feine Handtasche, kein großes Raumwunder für einmal Zimmer, Küche, Bad. Meine leicht vergrößerte Variante misst nur etwa 26 x 28 cm.

Hobo Bag nach dem Schnitt von Miriam Dornemann

So, und was schenke ich jetzt MEINER Mama? Eine Hobo hat sie ja schon. Übrigens kannst du natürlich auch mit vielen anderen Taschen einen Volltreffer am Muttertag landen. Wenn du das oben genannte Buch nicht zufällig im Regal stehen hast, wäre ja vielleicht die Phoebe Bag eine schöne Alternative!? Der Schnitt ist kostenlos und steht schon länger auf meiner Nähmich-Liste. Wenn du deutschsprachige Anleitungen bevorzugst, kann ich dir die Schnablina Bag empfehlen - ebenfalls kostenlos und ebenfalls garantiert ein Knaller-Muttertagsgeschenk! 

Verlinkt bei Creadienstag und TT - Taschen und Täschchen.

PS: Danke an Ines für die schöne Wortschöpfung "Bastelmafia"!


Mittwoch, 22. April 2015

Welche Kosten verursacht mein DaWanda-Shop? #2

Weiter geht's mit Genähtes auf DaWanda verkaufen - Lohnt sich das? - meiner Blogreihe für alle, die mit dem Gedanken spielen, einen eigenen DaWanda-Shop zu eröffnen und gerne wissen möchten, was da genau auf sie zukommt. Heute das wichtige Thema "Ausgaben". Denn bevor du mit deinem Shop Geld verdienen kannst, musst du erst mal welches in die Hand nehmen und investieren. Aber wie viel? Welche Kosten verursacht ein DaWanda-Shop? Mit welchen Gebühren und Mitgliedsbeiträgen musst du rechnen?

Welche Kosten verursacht mein DaWanda-Shop? Teil #2 der Blogreihe *Verkaufen auf DaWanda*

Bevor wir zusammen ins Thema einsteigen, ein kurzes Vorwort: Mein Artikel ist aus der Sicht einer Kleinunternehmerin geschrieben, die sich mit ihrem Shop ein kleines Nebeneinkommen verdienen möchte, und gibt meine persönlichen Erfahrungen wieder. Ich habe weder Jura noch Betriebswirtschaft studiert, sondern nur alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Eine Garantie auf die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann ich dir aber nicht geben! Bitte informiere dich selbst noch mal über die Sachverhalte und lass dich gegebenfalls von einem Rechtsanwalt, Steuerberater oder den jeweiligen Institutionen, Behörden und Firmen beraten. 



Als ich im April 2014 beschloss, einen DaWanda-Shop zu eröffenen, war ich erstaunt, wie schnell das geht. Wenn du schon angemeldet bist, reichen ein paar Klicks und einige Angaben, und schon kann's losgehen. Die Shoperöffnung ist selbstverständlich kostenlos; erst beim Einstellen eines Artikels und wenn du ihn verkauft hast, musst du dein Portemonnaie öffnen und DaWanda mit einer Provision an deinem Geschäft beteiligen. Die Angebotsgebühr ist gestaffelt und richtet sich nach dem Preis des Artikels, den du einstellst. Für einen Artikel von 10 Cent bis 10 Euro nimmt DaWanda 10 Cent Angebotsgebühr. Bei einem Preis von 10 bis 20 Euro sind es 20 Cent, und ab 20 Euro kostet es 30 Cent. Die Laufzeit beträgt generell 120 Tage. Wenn du deinen Artikel bis dahin nicht verkauft hast, kannst du ihn erneut einstellen bzw. verlängern, musst aber auch erneut die Angebotsgebühr entrichten. Die Verkaufsprovision beträgt pro Artikel 5 Prozent. Beispiel: Wenn ich ein Stiftemäppchen zum Preis von 9,50 Euro verkaufe, erhält DaWanda 10 Cent Angebotsgebühr und 48 Cent Verkaufsprovision. Bleiben 8,92 Euro übrig.



Bevor du aber so richtig mit deinem Shop startest und Artikel einstellst, solltest du dich um einige rechtliche Dinge kümmern, die in Deutschland Pflicht sind. Wenn du etwas herstellst - mit der Absicht, es zu verkaufen - bist du gewerblich tätig. Das bedeutet, dass du auf deiner Gemeinde ein Gewerbe anmelden musst. Das Formular kannst du dir hier herunterladen. Die Kosten für eine Gewerbeanzeige fallen einmalig an und sind regional unterschiedlich. Ich habe 32,50 Euro gezahlt. Die Gemeinde leitet deine Gewerbeanmeldung dann an verschiedene Behörden und Institutionen weiter. Weil das aber schon mal 4 Wochen dauern kann und dann eventuell auch bereits Fristen verstrichen sind, habe ich mich selbst sofort bei den relevanten Stellen gemeldet.



Das Finanzamt möchte natürlich gerne informiert werden, wenn du eine gewerbliche Tätigkeit aufnimmst und eventuell einen zu versteuernden Gewinn erwirtschaftest. Auf eine formlose Anfrage hin bekommst du den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" zugeschickt, den du dir aber auch hier selbst herunterladen kannst. Das ausgefüllte Formular und eine Kopie deiner Gewerbeanmeldung schickst du deinem Finanzamt und bekommst dann deine Steuernummer zugeteilt, die du für deine Rechnungsstellung brauchst. Die Steuernummer ist natürlich gratis.



Die Berufsgenossenschaft ist eine Pflichtversicherung, die die Kosten von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten übernimmt. Für uns Näherinnen ist die BG ETEM (Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse) zuständig. Auf Antrag kannst du dich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Bedingung ist, dass du nicht mehr als 100 Arbeitstage (8 Stunden = 1 Arbeitstag) jährlich in deinem Unternehmen arbeitest.



Für alle, die ein Gewerbe betreiben und sich am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligen, besteht eine Mitgliedspflicht in der Industrie- und Handelskammer (IHK). Wie hoch dein Beitrag ausfällt, hängt von deinem jährlichen Gewinn ab. Bei einem Gewinn bis 5.200 Euro im Jahr ist die Mitgliedschaft in der IHK beitragsfrei. Wenn du Kleingewerbetreibende/r ohne Eintrag im Handelsregister bist, zahlst du aber auch bei einem jährlichen Gewinn von bis zu 25.000 Euro nur einen geringen Mitgliedsbeitrag. Je nach Bundesland und IHK fällt der Betrag, der sich aus einem Grundbeitrag und einer Umlage zusammensetzt, unterschiedlich aus. Viele Kammern bieten auf ihren Webseiten einen Beitragsrechner an, was das Ganze wunderbar transparent macht, z. B. die IHK Berlin



Teurer ist dagegen die Mitgliedschaft in der Handwerkskammer (HWK), die für alle Pflicht ist, die ein Handwerk oder ein handwerksähnliches Gewerbe ausüben. Für viele Kleinunternehmer ist die Pflicht-Mitgliedschaft in der HWK ein riesengroßes Ärgernis, weil der zu zahlende Beitrag oft in keinem Verhältnis zum erwirtschafteten Gewinn steht. Gerade wegen der hohen Beiträge an die Handwerkskammer hat sich schon mancher dazu entschlossen, die nebenberufliche Tätigkeit lieber wieder an den Nagel zu hängen und das Nähen ausschließlich als Hobby zu betreiben.

Aber auch hier gibt es laut Kleinunternehmergesetz in Ausnahmefällen die Möglichkeit, sich von der Beitragspflicht befreien zu lassen, wenn (1.) der Gewerbeertrag 5.200 Euro im Jahr nicht übersteigt und (2.) keine wesentliche vollhandwerkliche Tätigkeit ausgeübt wird. Das bedeutet, dass man eine Tätigkeit ausübt, die in einem Zeitraum bis 3 Monate erlernt werden kann. Bist du allerdings gelernte Modeschneiderin mit bestandener Gesellenprüfung und verkaufst dann selbst genähte Kleidung auf DaWanda, wirst du es schwer haben, dich von der Mitgliedschaft in der Handwerkskammer befreien zu lassen. Grundsätzlich gilt, dass sie einen nur sehr ungerne vom Haken lassen und viel im Ermessen der Behörde liegt. Argumente für deine Beitragsbefreiung findest du zum Beispiel hier und hier.

Ob man in der IHK oder in der Handwerkskammer Mitglied werden muss oder gar in beiden Kammern, wird im Internet heiß diskutiert. Ich persönlich verlasse mich auf eine Information, die ich im Existenzgründerportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefunden habe. Dort steht: "Gewerbetreibende (natürliche Personen), die nach §1 Abs. 2 der Handwerksordnung im Zeitraum von bis zu drei Monaten erlernbare Tätigkeiten ausüben, gehören entweder der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer an. Sie sind, unabhängig davon, welcher Kammer sie angehören, vom Beitrag vollständig freigestellt, wenn ihr Gewerbeertrag nicht über 5.200 Euro im Jahr liegt." Diese Kriterien erfülle ich zur Zeit alle, von daher bin ich nur Mitglied in der IHK und dort vom Beitrag befreit.



Online-Händler, die Verpackungen in Umlauf bringen, müssen sich am Recycling beteiligen - ganz egal, ob Kleinunternehmer oder Großhändler. Da gibt es keine Ausnahmen! Für uns Kleine ist es gar nicht so einfach, ein Rücknahme-Unternehmen zu finden, das auch kleine Mengen Verpackung lizenziert. Ich habe meine Kartonagen bei Clausen gekauft und anschließend bei Usepac lizenzieren lassen - ein Tipp der lieben Nane. Das funktioniert schnell, unkompliziert, ohne Registrierung und sogar rückwirkend für das vergangene Jahr. Du schätzt deine jährliche Menge an Verpackung und gibst sie online im Lizenzrechner ein. Sofort wird dir die Lizenzgebühr angezeigt. Achtung, größere Mengen sind oft günstiger als kleine! Ruhig mal ein paar Kilo mehr eingeben, auch wenn du so viel gar nicht in Umlauf bringst. 10 Kilo Pappe - was etwa dem Gewicht von 90 Maxibriefkartons entspricht - kannst du für etwa 20 Euro lizenzieren lassen. Wenige Tage nach deiner Zahlung erhältst du dann per E-Mail deine Lizenz und musst dir über eine Abmahnung keine Sorgen mehr machen. (Nachtrag: In der Facebook-Gruppe "Shophilfe" habe ich den Tipp bekommen, dass auch Reclay und Müä preiswerte Anbieter sind.)



Ärger droht auch, wenn du als DaWanda-Shopbetreiber kein ordnungsgemäßes Impressum hast. Aber mit dem kostenlosen Tool auf Legalomat.de ist das im Handumdrehen erstellt. Die Anwälte Wegener und Adamszek, die mit DaWanda zusammenarbeiten und die Webseite Legalomat.de betreiben, bieten auch individuell zugeschnittene AGB und Widerrufsbelehrungen an. Ich kann dir diesen Dienst sehr empfehlen und rate dir dringend davon ab, AGB und Widerrufsbelehrung selbst zu schreiben oder aus verschiedenen Quellen zusammenzuschustern. Lieber ein paar Euro in die Hand nehmen, rechts- und abmahnsichere Klauseln haben und sich um dieses Thema keine Sorgen mehr machen müssen! Mein Paket AGB und Widerrufsbelehrung hat letztes Jahr im April 94 Euro gekostet. Mit im Paket ist eine 1-Jahres-Aktualitätsgarantie. Das heißt, ein Jahr lang bekommst du Updates, wenn sich etwas an der Rechtslage ändert. Vor einem halben Jahr habe ich dann meine AGB und die Widerrufsbelehrung angepasst und um den Verkauf von "digitalen Inhalten" erweitert. Dafür habe ich dann noch einmal etwa 54 Euro bezahlt. Durch meinen erneuten Kauf hat sich die Aktualitätsgarantie automatisch um ein Jahr verlängert. Ich bin begeistert von der unkomplizierten Abwicklung und finde, dass das Geld gut investiert ist. (Nachtrag: Anwaltskanzleien, die sich auf IT-Recht spezialisiert haben, gibt es einige. In der Facebook-Gruppe "Shophilfe" wird z. B. die IT-Recht Kanzlei München empfohlen, mit der ich persönlich allerdings keine Erfahrung habe.)



Zur Verkaufsabwicklung brauchst du natürlich ein Bankkonto, und da können Kontogebühren anfallen. Du kannst alles über dein privates Konto laufen lassen, denn es besteht keine Pflicht, ein Geschäftskonto zu führen, aber ich halte getrennte Konten trotzdem für eine gute Idee. Du hast einfach einen besseren Überblick über deine Ein- und Ausgänge.

Ob du deinen Kunden auch die Möglichkeit anbieten möchtest, per Paypal zu zahlen, ist dir selbst überlassen. Weil ich ein Fan der schnellen Zahlung bin - besonders beim Kauf von E-Books - ist es mir wichtig, Paypal als Zahlungsmöglichkeit anzubieten, auch wenn dieser Dienst ganz schön an den Einnahmen knabbert. Am Beispiel des Stiftemäppchens von oben kann ich dir das mal demonstrieren. 9,50 Euro war unser Ausgangspreis. Davon sind schon 58 Cent DaWanda-Gebühren abgegangen, blieben also 8,92 Euro. Paypal greift bei 9,50 Euro mit einer saftigen "Gebühr für Geldempfang" von 53 Cent zu. Gerade die kleinen Beträge sind sehr teuer, wie du mit diesem Paypal-Gebührenrechner selbst testen kannst. Damit reduziert sich mein Gewinn für das Stiftemäppchen also noch einmal auf nun 8,39 Euro. Und da haben wir noch nicht von Material- und Produktionskosten gesprochen! Aus diesem Grund verlangen viele Shopbetreiber eine zusätzliche Gebühr von 50 Cent, wenn der Kunde per Paypal zahlen möchte - eine Option, die du dir durchaus auch überlegen kannst. (Nachtrag: Carmen von Fabulatoria weist in ihrem Kommentar - siehe unten - darauf hin, dass diese Praxis wettbewerbswidrig ist und eventuell abgemahnt werden kann!)



Meine Stoffe und Nähzutaten kaufe ich wie jede Hobbynäherin in kleinen Mengen und zu ganz normalen Preisen. Ich habe gar nicht den Platz, um ganze Stoffbahnen zu lagern. Von einem Gewerberabatt habe ich bisher nur beim Kauf meiner Overlock und meiner zweiten Nähmaschine Gebrauch machen können. Bedenken solltest du aber, dass sich durch den Gewerberabatt in der Regel die Garantiezeit für ein Gerät verkürzt!

Stoffe müssen vorgewaschen, eventuell mit dem Wäschetrockner getrocknet und gebügelt werden. Das kostet Strom. Auch deine Näh-, Overlock- und Stickmaschine fressen Strom und wollen darüber hinaus regelmäßig gewartet und im schlimmsten Fall auch mal repariert werden. Der Verschleiß bei täglichem Gebrauch ist selbstverständlich höher als bei gelegentlichem Hobbynähen.

Um bei deinen Kunden einen professionellen Eindruck zu hinterlassen, möchtest du deine Nähwerke vielleicht mit einem eigenen Weblabel versehen. Das sind Investitionskosten, zu denen eventuell auch die Anschaffung von Visitenkarten, Briefpapier, Stempel und Aufkleber gehören. Vielleicht möchtest du dir auch professionelle Hilfe holen und eine Mediendesignerin oder einen Mediendesigner damit beauftragen, dein Corporate Design zu entwickeln.  

Keine Frage des Wollens, sondern gesetzlich Pflicht ist die Textilkennzeichnung. Wir müssen unsere Kunden anhand von Etiketten oder Aufdrucken darüber informieren, aus welchen Rohstoffen unsere Produkte bestehen. Keine Verpflichtung, aber guter Kundenservice sind außerdem Etiketten mit Waschhinweisen. Na, ist dir schon ganz schwindlig vom Geldausgeben? *zwinker* ... Es geht noch weiter!



Kartonagen, Seiden- oder Packpapier, eventuell Tüten, Folien und Klebebänder brauchst du, um deine Produkte transportsicher und für's Auge hübsch ansprechend zu verpacken. Dass mir das wichtig ist, habe ich ja schon in meinem Artikel Hinter den Kulissen: Shopvorbereitungen erzählt. Diese Ausgaben kannst du zwar auf den Kunden umlegen und in die Versandkosten einbeziehen, aber nicht in voller Höhe. Zu hohe Kosten für Versand und Verpackung schrecken potienzielle Kunden ab.

Sehr wichtig ist natürlich auch die Präsentation deiner Produkte auf deiner DaWanda-Shopseite. Eventuell musst du dir eine gute Kamera, ein Fotozelt, Fotolampen und anderes Equipment zulegen, um tolle Produktfotos machen zu können. Computer und entsprechende Software zur Bildbearbeitung sind natürlich Voraussetzung.

Ein Thema, das mich nicht betrifft, aber sehr schön zeigt, dass man leider nicht alles nähen und verkaufen kann, was man gerne möchte, ist die CE-Kennzeichnung. Spielsachen wie Stoffwürfel, Knistertücher oder Schmusetiere müssen mit einem CE-Kennzeichen versehen werden. Damit gewährleistest du, dass dein Produkt den EU-Richtlinien entspricht und alle Anforderungen an Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz erfüllt. Um das CE-Kennzeichen anbringen zu können, musst du für dein Produkt eine Dokumentation anfertigen und eventuell von einer unabhängigen Stelle prüfen lassen - ein Verfahren, das selbstverständlich Geld kostet. Mehr darüber erfährst du zum Beispiel hier.

All das sind Ausgaben, die schwer zu beziffern und absolut individuell sind. Aber sie können leicht in die Hunderte Euro gehen und reduzieren natürlich deinen Gewinn. Überlege dir gleich zu Beginn, wie groß du dein Geschäft aufziehen und wie viel du investieren möchtest. Vielleicht kommt ja auch ein Existenzgründerzuschuss für dich in Frage. Wenn du dich über Rechte und Pflichten einer DaWanda-Shopbetreiberin schlau lesen möchtest, kann ich dir übrigens das Buch Rechtsgrundlagen für Kreative von Wegener und Adamszek (2. Auflage, 2013) sehr empfehlen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig Aufschluss darüber geben, welche Kosten ein DaWanda-Shop verursachen kann. Bestimmt habe ich den einen oder anderen Punkt vergessen. Vielleicht fällt dir ja noch etwas ein!? ... Gerne kannst du mir einen Kommentar hinterlassen. Ich würde mich sehr freuen, deine Meinung zum Thema zu hören. Auch Fragen sind natürlich jederzeit willkommen! 

Thema des nächsten Teils meiner Blogreihe "Genähtes auf DaWanda verkaufen" wird sein: Der Weg des Handmade-Produkts und warum Zeitmanagement alles ist. Teil #3  Schau mir über die Schulter und erfahre, in wie vielen Schritten ein Produkt den Besitzer wechselt! 

Weitere Artikel:

→  Genähtes auf DaWanda verkaufen - Lohnt sich das? - Teil #1
→  Der Weg des Handmade-Produkts und warum Zeitmanagement alles ist - Teil #3
→  Wie viel ist ein Handmade-Produkt wert? - Teil #4
→  Acht Dinge, die deinen DaWanda-Shop erfolgreich machen - Teil #5
→  Interview / Katherina von "stitchydoo" über das Verkaufen auf DaWanda - Teil #6
→  Interview / Christiane Petscha über das Verkaufen auf DaWanda - Teil #7
→  Interview / "Nane" über das Verkaufen auf DaWanda - Teil #8
→  Interview / Jana von "ambaZamba" über das Verkaufen auf DaWanda - Teil #9
→  Interview / Sarah von "Mädchenkram" über das Verkaufen auf DaWanda - Teil #10
   Mein Fazit / Lohnt es sich, Genähtes auf DaWanda zu verkaufen? - Teil #11
 

Mittwoch, 15. April 2015

Hen(n)riette - Die witzigste Tasche, die ich je genäht habe

Das erste Mal habe ich Hen(n)riette auf der Creativa gesehen. An Steffis Seite trug sie, ohne zu gackern, alle Einkäufe und machte als buntes Messehuhn einen überaus guten Eindruck. So eine lustige Hen(n)riette würde ich mir auch gerne mal nähen, dachte ich, und war... schwupps... ein paar Tage später in Steffis Probenähteam. Juhuu!

Die Tasche Hen(n)riette

Lange habe ich mich mit Hen(n)riette unterhalten, um sie kennen zu lernen und herauszufinden, wie sie gerne aussehen möchte. Und als wir so vertraulich plauderten, verriet sie mir flüsternd ihren Lebenstraum: Einmal Urlaub machen an der Ostsee! ... Ja, das wär's! ...

Also zogen wir ihr einen gestreiften Badeanzug mit Seepferdchen-Abzeichen an. Denn - man glaubt es kaum - das Huhn kann schwimmen! Flip-Flops für den Strand dürfen nicht fehlen. Die haben MacGyver schon gute Dienste geleistet. Und falls Hen(n)riette beim Baden doch mal die Puste ausgeht, zur Sicherheit ein paar Schwimmreifen. So ist sie nun bestens ausgestattet für ihren Sommerurlaub an der Ostsee.

Die Tasche Hen(n)riette mit Seepferdchen-Abzeichen

Die Tasche Hen(n)riette mit kurzen Henkeln

 Aber was ist denn das? Unglaublich, aber wahr! Ohne es zu merken, habe ich doch glatt zwei Eier ausgebrütet. Ja, meine Hen(n)riette kommt im Doppelpack! ... Psst, kleiner Tipp: Wenn du deine Hen(n)riette nähst, achte unbedingt darauf, die Teile einmal spiegelverkehrt aufzubringen, sonst wirst du am Ende womöglich auch mit Zwillingen überrascht.

Die Tasche Hen(n)riette im Doppelpack

Drei tolle Nachrichten habe ich noch am Schluss: (1.) Das E-Book Hen(n)riette kannst du dir demnächst bei Steffi von Tophill*Kitchen*Tour kostenlos, gratis, also für umsonst herunterladen! (2.) Neben der großen Tasche gibt's Hen(n)riette auch in der kleinen Handtaschen-Version und (3.) sogar als Kissen! ... Drei in einem Paket! Genial!

Die Tasche Hen(n)riette von Tophill-Kitchen-Tour

Ich bin begeistert und hoffe, dass bald ganz viele Hen(n)nrietten entstehen... als Strandtasche für den Familienurlaub, als Aufbewahrungstasche für deine Schnittmuster oder als Sammelbeutel für Legosteine oder anderes Spielzeug im Kinderzimmer, als originelle Handtasche oder fröhliches Couchkissen. Möglichkeiten gibt es viele!

Noch mehr probegenähte Hennentaschen kannst du heute auf Tophill*Kitchen*Tour bestaunen, wo du auch die Möglichkeit hast, deine eigene Hen(n)riette in Steffis Hühnerstall zu verlinken.

Verlinkt bei Out now und Taschen und Täschchen.

Dienstag, 14. April 2015

Farbe in den Alltag bringen... mit selbst genähten Schnürsenkeln

Wir Nähtanten sind ja ein bisschen wie Pippi Langstrumpf. Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt. Sind uns die gekauften, beigen Schnürsenkel zu langweilig, hätten wir viel lieber witzige, türkisfarbene, dann setzen wir uns an die Maschine und nähen uns eben welche. Für mich ist die Nähmaschine das wunderbarste Werkzeug der Welt, um meine kreativen Ideen umzusetzen. Es gibt nichts Vergleichbares!

Schuhe mit selbst genähten Schürsenkeln

Die Idee, Schnürsenkel selbst zu nähen, stammt von Maria {Villastoff} und war eine der ersten DIY-Projekte, die ich bei Pinterest in meinen Ordner Näh mich! gepinnt habe. Endlich bin ich meinem eigenen Aufruf gefolgt und habe mir aus 4 cm breitem und ca. 110 cm langem Julia-Stoff Schnürsenkel genäht. Ich finde sie toll und trage die Schuhe jetzt noch mal so gerne. Und wenn mir die Bänder nicht mehr gefallen, dann tausch' ich sie einfach aus. Schließlich bin ich Pippi Langstrumpf.
 
Selbst genähte Schnürsenkel

Endlich muss ich mir den Frühling nicht mehr vorstellen, sondern er ist tatsächlich da. Herrlich! 22 Grad, Sonne von früh bis spät. Da machen auch die Fotoshootings im Garten wieder richtig Spaß. Und das Beste ist: Wir haben diese Woche Urlaub! Juhu! ... Morgen früh melde ich mich noch mal mit meiner probegenähten Hen(n)riette, und dann wird's für den Rest der Woche ruhiger. Ich hoffe, ihr habt's auch schön und könnt ein bisschen den Frühling genießen.

Hallo Frühling, ich woll' mal eben Danke sagen

Verlinkt beim Creadienstag.

Freitag, 10. April 2015

Knotentasche mit Jojos - Eine leichte Sommertasche zum Verlieben

Ich bin im Flow! Aber so richtig! Im Moment könnte ich eine Tasche nach der anderen nähen. So viele Schnitte möchte ich endlich ausprobieren, und so viele Traumstoffe warten darauf, in kleine und große Taschen verwandelt zu werden. Dadurch, dass ich die meiste Zeit an der Nähmaschine verbringe, komme ich gerade weniger dazu, Blogposts zu schreiben. Aber das wird natürlich alles nachgeholt! Heute zeige ich dir meine Knotentasche mit Jojos, die ihren ersten Auftritt zusammen mit der Florabella auf der Creativa hatte. Aus aquafarbenem Chevronstoff und weichem Leinen entstand sie, die kleine Schwester von Anna. Sie ist etwas zarter und zurückhaltender als die italienische Signora, aber ganz eindeutig auch ein Kind des Sommers.


Der Schnitt ist eine abgewandelte Version der "Einfachen Tasche" aus dem wunderbaren Buch Taschen - Moderne Klassiker nähen von Sue Kim, das ich noch einmal genauer vorstellen werde. Ein tolles Nähbuch! Breiter zugeschnitten, mit verlängerten Henkeln, abgerundeten Ecken und zusätzlichen Abnähern, ist der Stoffbeutel genau so geworden, wie ich es mir gewünscht habe. Für mich auf jeden Fall ein Klassiker!


Um Jojos, die bunten Stoffblumen, herzustellen, gibt es extra Schablonen, aber die sind erstens teuer und zweitens nicht in jeder Größe erhältlich. Aber wenn du das Prinzip einmal verstanden hast, kannst du Jojos auch ohne Schablone ganz einfach und schnell mit ein paar Heftstichen nähen. Wie's genau funktioniert, zeigt dir zum Beispiel Bine von was eigenes.

Trotz Taschenfieber habe ich meine Blogreihe Verkaufen auf DaWanda natürlich nicht vergessen. Ich bin am Thema dran und hoffe, bald den nächsten Artikel veröffentlichen zu können. Ein klein wenig Geduld noch bitte.

Verlinkt bei Taschen & Täschchen

Dienstag, 7. April 2015

Meine Tasche Florabella und wie ich entdeckte, dass ich Amy Butler mag

Hättest du mich vor einem halben Jahr gefragt, wie ich die Designs von Amy Butler finde, hätte ich dir ganz ehrlich geantwortet: "Na ja, geht so. Bisschen opulent gemustert. Ganz schön teuer! Nein, einen Amy-Butler-Stoff habe ich noch nie gekauft!" ... Pfff!...  Ja, ja! Den halben Schrank hab' ich voller Amy-Butler-Stoffe! Dank meiner Florabella bin ich mir jetzt selber auf die Schliche gekommen.


Weil der Stoff mit den großen Blumen nicht für den Träger gereicht hat, musste ich mich ohne irgendeinen Anhaltspunkt im Netz auf die Suche nach Nachschub begeben, und was ich dabei herausfand, hat mich wirklich umgehauen: Drei meiner allerliebsten, lang gehüteten, letztes Jahr beim Ostsee-Bloggertreffen gekauften Stoffschätze stammen aus dem Hause Amy Butler. Ich bin aus allen Wolken gefallen! Wenn du jetzt denkst, der Designername steht doch aber immer auf der Webkante... Tja, entweder habe ich vor dem Zuschneiden nicht hingeschaut oder auf meinem Stück stand nichts.

Amy-Butler-Stoffe habe ich seitdem jedenfalls fest im Blick. Nicht jede Kollektion gefällt mir, aber auf der Creativa habe ich doch das eine oder andere Schätzchen gefunden, das direkt in meine Florabella gewandert ist. Ich glaube, Stoffe von Amy Butler muss man einfach in echt und groß ausgebreitet sehen - erst dann entfalten die Muster und Motive ihre Wirkung. Auf den kleinen Vorschaubildchen der Online-Shops funktioniert das nicht. Vielleicht bin ich aber auch gerade dabei, meinen Geschmack zu ändern. Dass ich die Florabella von Jolijou toll finde, ist jetzt aber keine so große Überraschung für mich. Der Taschenschnitt liegt schon eine halbe Ewigkeit auf meiner Festplatte, und es wurde Zeit, ihn endlich einmal zu nähen.

Als ich überlegte, welche Tasche sich für die Creativa eignet, fiel meine Wahl sehr schnell auf die Florabella. Sie ist geräumig, hat durch die seitlichen Raffbänder eine tolle Form und bietet viele Möglichkeiten für kreative Spielereien. Das mag ich. Die Stoffe und Bänder krabbelten fast von alleine zusammen und passten farblich perfekt zur Häkelblume, die mir die liebe Marlies von G'macht in Oberbayern letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hat. Die mintfarbene Häkelborte hat mir die geschätzte Steffi von Tophill*Kitchen geschenkt. Wie für dieses Projekt gemacht, oder?


Am Schnitt musste ich ein wenig herumbasteln: Das Original verlangt einen 55 cm breiten Stoff. Unpraktisch, wenn man vom Amy-Butler-Schätzchen nur 50 cm gekauft hat! Also habe ich den Schnitt des Taschenkörpers auf 95 Prozent verkleinert. Die kleine Aufsatztasche hingegen habe ich auf 105 Prozent vergrößert, damit die schöne Häkelblume ausreichend Platz hat. Gefüttert habe ich meine Florabella mit H 640. Alle Außenstoffe, Innentaschen und auch der Träger sind mit diesem dicken Volumenvlies verstärkt. Die Tasche ist dadurch sehr fluffig und lässt sich an den Seiten toll raffen, hat dafür aber keinen Stand. Ich find's nicht weiter tragisch, dass sie so wenig formstabil ist, aber frage mich doch, wie sie mit einer zusätzlichen Lage fester Vlieseline wirken würde. Zu überlegen ist auch, ob man nicht einen Einlegeboden dazubasteln oder für den unteren Teil Leder verwenden könnte. Allerdings ist es beim Quertragen der Tasche auch angenehm, dass sie sich an den Körper schmiegt und nicht so steif ist.

Das kleine Fach auf der Rückseite ist eine verkleinerte Version der Vorderaufsatztasche

Für die Nähanleitung der Florabella ist es von Vorteil, wenn man Erfahrung im Taschennähen mitbringt. Ich kam zwar sehr gut zurecht, aber ich weiß genau, als Anfängerin hätte ich so meine Probleme mit den knappen Erklärungen gehabt. Hier und da ein zusätzliches Foto hätten dem E-Book auf jeden Fall gut getan. Viele Schritte habe ich ganz anders gemacht, als in der Anleitung beschrieben, so zum Beispiel das Festnähen des Futterteils.Vorgesehen ist, dass das Futterteil so eingenäht wird, dass die Nähte innen offen liegen. Man könnte sie dann zwar mit Schrägband einfassen, aber das finde ich zu aufwendig. Lieber nähe ich Tasche und Futter so zusammen, dass alle Nähte im Inneren verschwinden und nicht mehr sichtbar sind. Dafür habe ich einfach Tasche und Futter getrennt an den Reißverschluss-Streifen genäht und dann über eine Öffnung im Futter gewendet. Der Reißverschluss muss dafür natürlich geöffnet sein.


Auf dem Foto siehst du den am Reißverschluss-Streifen festgesteckten Taschenkörper. Das Futter ist bereits angenäht und wird zurückgesteckt, damit es nicht aus Versehen miteingefasst wird. Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn vorher die Streifen vom Innen- und Außenstoff nicht komplett an den Reißverschluss angenäht wurden, sondern mit einem Abstand von etwa 1,5 cm. So kann man Tasche und Futter jeweils zurückstecken und getrennt voneinander annähen.


Die Vierkant-Ringe habe ich vor dem Annähen mit ein paar Handstichen am Reißverschluss-Streifen fixiert. So kommen sie mir unter der Nähmaschine nicht in die Quere. Innen habe ich die Florabella mit einem Reißverschluss-Innentäschchen und gepolsterten Fächern für Handy, Portemonnaie & Co. ausgestattet. Praktisch finde ich auch immer ein schmales Fach für einen Kugelschreiber. Was ich nicht brauche, ist ein Schlüsselfinder-Band. Meinen Schlüsselbund verstaue ich lieber in einer Innentasche. Hier ein Foto von einer der Innenseiten, aber Achtung! Hypnosegefahr! Der Stoff erinnert doch irgendwie an die Schlange Kaa, oder? *lach*


So, bevor ich jetzt selbst in einen Schlummerschlaf falle und von opulenten Amy-Butler-Stoffen träume, nichts wie ab mit meiner Florabella zum Creadienstag und zu Taschen & Täschchen!

Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich dir!

Und damit ich es nicht wieder vergesse, eine Notiz an mich selbst: Katharina, diese Stoffe hast du für deine Florabella vernäht: Amy Butler Soul Blossom Buttercups spearmint, Amy Butler Soul Blossom Peacock Feathers, Michael Miller Little Spots kiwi, Oval Elements, Unibaumwolle petrol, Riley Blake Avignon Houndstooth blue und Adornit Pink Dazzled... für den Fall, dass du noch mal nachkaufen möchtest.

Donnerstag, 2. April 2015

Genähte Notizhefte... auch zu Ostern ein feines Geschenk

Ostern steht vor der Tür, und vielleicht suchst du noch nach einer netten, kleinen Geschenkidee. Was Großes soll's nicht sein, nur eine kleine Aufmerksamkeit. Am besten schnell gemacht, aber trotzdem mit großer Wirkung! Dann wären vielleicht meine selbst genähten Notizhefte etwas für dich! Wie's funktioniert, erkläre ich dir hier in dieser Anleitung


Ist das nicht ein tolles Motivpapier? Im Supermarkt bei Tchibo entdeckt, war ich sofort verliebt und konnte auf keinen Fall daran vorbeigehen. Noch am gleichen Nachmittag habe ich mit dem Zuschneiden und Nähen begonnen, und ruckizucki entstand ein ganzer Schwung neuer Hefte. Einen großen Teil habe ich während des Bloggertreffens auf der Creativa verschenkt, aber ein paar habe ich für mich behalten. Man muss sich ja auch selbst ab und zu mal eine Freude machen! 


Übrigens sind die Hefte diesmal ein klitzekleines bisschen schmaler geworden... Tja, das kommt davon, wenn man sein eigenes Tutorial nicht gescheit liest. Kennst du eigentlich schon die tolle Upcycling-Variante aus Postkarten? Falls du gerade kein Motivpapier zur Hand hast, wäre das eine schöne Alternative. ... So, und nun wünsche ich dir viel Spaß beim Nachnähen und
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Verlinkt bei RUMS und Scharlys Kopfkino.

Mittwoch, 1. April 2015

Instagram-Rückblick | Mein März

Lange auf den März gewartet, ist er schon wieder vorbei. Erfüllt mit fröhlichen Nähprojekten, tollen Begegnungen, ausgedehntem Shopping und den ersten Runden auf dem Fahrrad. Für mich persönlich ein sehr glücklicher Monat, wie du an meinen Instagram-Fotos sehen kannst...

Ohne Zweifel das Highlight des Monats: mein Besuch der Creativa mit tollen Bloggertreffen. Viele liebe Menschen treffe ich wieder oder lerne ich zum ersten Mal persönlich kennen.


Schöne Einkäufe trage ich von der Creativa nach Hause: Stoffe, aus denen Taschen werden sollen, Webband, ein Druck mit Fuchs. Die ganze Shoppingbeute habe ich hier bereits gezeigt.


Sabine von Lapausa nominiert mich bei Facebook für die #nähchallenge, und ich zeige dort und auf Instagram fünf Lieblingsstücke: darunter Marie und meine maritime Hausboot-Tasche. Ich freue mich wahnsinnig über 600 Bloglovin'-Follower.


Eine neue Lieblingstasche entsteht: Florabella von Jolijou, die mich auf die Creativa begleitet und Frau S. von der Ostsee einen kleinen Gewinn beschert.


Die nächsten Projekte stehen in den Startlöchern und werden auf Instagram schon mal geteasert: meine Blogreihe Verkaufen auf DaWanda, die Rezension von "Nähen für absolute Anfänger" und ja, endlich eine My cuddle me für mich!


Mein Topflappen-Tutorial inspiriert mich zu einem bunten Upcyclingprojekt aus Jeans und Stoffresten. Ein Geburtstagskind bekommt einen erdbeerigen Instagruß.


Wechselbad der Gefühle... Positiv überrascht, wie easypeasy ein Bügelbrettbezug genäht ist. Zufrieden und hochmotiviert nach der Wiederanmeldung im Fitnessstudio. Gehofft, dass bei den Blockupy-Demonstrationen in Frankfurt alles friedlich bleibt. Schockiert über den Absturz des Flugzeuges 4U9525.


"Räder machen Leute", schreibt der Fahrradhändler in seinem Werbeprospekt. Dass Radfahren glücklich macht, weiß ich schon lange und freue mich, endlich wieder auf dem Sattel zu sitzen.

Und jetzt? ... Jetzt kommt der April.