Donnerstag, 25. Februar 2016

Meine Sporttasche | 3 Dinge, die ich beim nächsten König anders machen würde

Der Februar wird knackig! Thema "Sport & Fitness" steht beim Taschen-Sew-Along 2016 auf dem Plan, und ich wusste, der König von der Taschenspieler 1 soll es werden. Der König hat es mir nicht leicht gemacht oder besser gesagt: Ich hab's mir beim Nähen nicht leicht gemacht. Es hat ewig gedauert, bis ich eine Vorstellung davon hatte, wie meine Sporttasche aussehen soll.

Da mein inneres Farbthermometer längst wieder in Richtung Frühlingsgrün umgeschlagen ist, kam es nicht in Frage, für meine Sporttasche einen petrolfarbenen, robusten Taschenstoff zu nehmen. Obwohl es sicherlich praktischer gewesen wäre. Aber es geht ja auch darum, eine Tasche zu nähen, die motiviert! Nach etlichem Hin und Her hatte ich dann meine Sporttaschen-Vision: eine uni-hellgrüne Tasche mit bunten Trägern und meinem Label als Hingucker. Den tollen Peacock-Feathers-Stoff, aus dem ich schon meinen Geldbeutel "MoneyBag" genäht habe, fand ich perfekt dafür.

Meine Sport- und Reisetasche "König" von Farbenmix (Taschenspieler 1)

Der fertige König kommt schon recht nah an meine Vision heran, im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, aber ein paar Dinge würde ich beim nächsten Mal anders machen:

1. Tipp: Taschenstoff statt Canvas
 
Ich habe mich für den grünen Canvas entschieden, weil ich noch einen großen Vorrat davon im Schrank hatte und ihn schon lange mal vernähen wollte. Dieser helle, unifarbene Canvas hat aber drei blöde Eigenschaften: 1. Er franst sehr stark aus, was extrem nervig ist. 2. Er ist total knitteranfällig, und 3. Du siehst jeden Pups! Eingenähte Falten und Knicke verspielen sich bei einem hellen, einfarbigen Stoff natürlich nicht so gut wie bei einem gemusterten mit großen Blumen.

Wenn du es dir einfacher machen möchtest, greif lieber zu richtigen Taschenstoffen. Es gibt mittlerweile sooo tolle auf dem Markt. Sie sind fest, geben der Tasche Stand, du musst sie kaum noch verstärken, und sie sind in der Verarbeitung total unkompliziert. Vom Steppstoff Moskau* bin ich zum Beispiel sehr begeistert. Ich habe ihn bei der Comic-Multitasche vernäht und finde ihn absolut grandios. Auch der Taschenstoff Rom* macht einen sehr guten Eindruck. Ich war erst mal vorsichtig und hab nur einen halben Meter in Petrol bestellt, aber als ich das Päckchen aufmachte und den Stoff anfasste, hab ich gleich gedacht: "Ach Mann, hättste doch auch den kiwigrünen noch mitbestellt!" ... Die zweite Bestellung ist schon unterwegs.

Meine Sport- und Reisetasche "König" von Farbenmix (Taschenspieler 1)
 
2. Tipp: Erst verstärken, dann zuschneiden!

Der grüne Canvas ist nicht soo fest, deshalb habe ich ihn mit H 250 plus H 640 verstärkt. Das war bei den vielen, großen Einzelteilen ziemlich viel Arbeit und hier und da auch unter der Nähmaschine problematisch. Im Endeffekt führte es auch nicht zu dem Ergebnis, das ich mir gewünscht hatte. Halbwegs fest und formstabil sieht die Tasche nur deshalb aus, weil ich sie fürs Foto mit kleinen Kissen gefüllt habe. Im leeren Zustand sackt sie in sich zusammen. Vom Guck her hätte ich sie mir formstabiler gewünscht, aber das ist bei einer so großen Tasche schwer zu erreichen. Der Vorteil ist aber: Mit ein bisschen Drücken und Knautschen passt sie auf jeden Fall in den Spind im Fitness-Studio.

In einem Buch habe ich letztens gelesen, man soll Stoffe sage und schreibe 3-mal vorwaschen! Damit sie garantiert nicht mehr einlaufen. Machst du das? Also ich wasche sie einmal vor und bügle sie vor dem Zuschneiden ordentlich mit Dampf. Meistens reicht das. Hier allerdings sind mir die Schnittteile beim Vlieseline-Aufbügeln doch noch eingegangen, und ich hatte am Ende das Problem, ungleiche Teile zusammenfügen zu müssen. Deshalb habe ich mir hinter die Ohren geschrieben: Bei der nächsten Tasche wird erst Vlieseline aufgebügelt und dann zugeschnitten! Dann ist die Nahtzugabe zwar mit Vlies, aber die einzelnen Teile sind auf jeden Fall gleich groß, was bei Taschenschnitten mit Seitenstreifen wie dem König oder der Kosmetiktasche Rot extrem wichtig ist.

Wenn's dir auch so geht und Seitenstreifen und Hauptteil  nicht zusammenpassen wollen, dann hab ich einen Tipp für dich: Näh von der Taschenmitte aus Richtung Boden und "schiebe" den überflüssigen Stoff dorthin, wo er am wenigsten auffällt: unter die Tasche! Trick 17: Was ins Auge fällt, schön nähen, und Fehler dort hinschieben, wo sie kein Mensch bemerkt! Ist natürlich nicht optimal, aber immer noch besser, als die Tasche vor Frust aus dem Fenster zu werfen. Ja, als Nähmonk muss man manchmal auch pragmatisch sein.

Meine Sport- und Reisetasche "König" von Farbenmix (Taschenspieler 1)
 
3. Tipp: Den Seitenstreifen aus Außenstoff verstärken 

In der Anleitung steht, bei den Reißverschlussstreifen wird der Innenstoff verstärkt, nicht der Außenstoff. Ich weiß zwar nicht, warum, aber ich hab mich daran gehalten. Würde ich bei der nächsten auf jeden Fall andersherum machen. Optisch und auch von der Stabilität her fällt es auf, dass die Reißverschlussteile aus Außenstoff nicht verstärkt sind.

Meine Sport- und Reisetasche "König" von Farbenmix (Taschenspieler 1)
 
Absolut zufrieden bin ich mit meinen selbst genähten Trägern und den silberglänzenden Qualitäts-Karabinern, D-Ringen und Schiebern aus einem meiner Lieblingsshops: Nähhimmel*

Wie ich meine Taschenträger nähe und welche Vlieseline ich dafür verwende, das möchte ich dir demnächst in einem ausführlichen Tutorial zeigen.

Jetzt aber erst mal schnell zu den anderen Sporttaschen beim Taschen-Sew-Along 2016 - Februar, zu RUMS und zu Evelnys Taschen & Täschchen Linkparty.

http://greenfietsen.blogspot.de/2016/02/taschen-sew-along-2016-februar-sport.html
-------
* Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links. Sie führen dich zu Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Danke schön!
 

Dienstag, 23. Februar 2016

Simplify Nähen - Neu! Blogreihe über alles, was das Nähen einfacher macht

Seit Jahresanfang hängt es an meiner Pinnwand, das magische, kleine Wörtchen "Simplify" - eine Lebensphilosophie, die mir gefällt und die meint: "Mach's nicht so kompliziert, halt die Dinge einfach!" In unserem Alltag mit 1.000 Angeboten, Ablenkungen und To-dos ist das echt eine Herausforderung. 

Simplify erinnert mich daran, nach einfachen Lösungen zu suchen, mich aufs Wesentliche zu konzentrieren und dort Platz zu machen, wo es zu viel wird - im Schrank, auf dem Arbeitstisch oder im Kopf. Das bedeutet: Weniger Ballast, mehr Ordnung, eine bessere Organisation und manchmal auch ein Nein, um mehr Zeit sinnvoll und entspannt zu verbringen!

Diese Philosophie kannst du auch aufs Nähen übertragen. Auch hier kannst du's manchmal kompliziert machen oder eben einfacher. Und so entstand die Idee für eine neue Blogreihe auf greenfietsen - mit Inspirationen und Tipps rund um "Simplify Nähen".

Simplify Nähen - Blogreihe über alles, was das Nähen einfacher macht
 
Das kann zum Beispiel ein Tipp sein, wie du deinen Nähkram besser organisieren kannst. Vielleicht stelle ich dir auch mal einen nützlichen Nähhelfer vor oder zeige dir einen Trick, wie du einen bestimmten Nähschritt vereinfachen kannst. Was mir so einfällt und was sich ergibt, ohne festen Veröffentlichungstermin, in loser Reihenfolge.

Nächste Woche geht's los mit dem ersten Artikel, in der ich dir eine kostenlose App vorstelle, mit der du deine Nähprojekte wunderbar einfach planen und organisieren kannst. Ich bin total begeistert davon und freue mich schon sehr, sie dir zu zeigen.
 
"Ich nähe mir die Welt, wie sie mir gefällt", ist ein beliebter Spruch unter uns Näherinnen, "und Zeitdiebe und Verkomplizierer schicken wir jetzt ins Takka-Tukka-Land!" Machst du mit?

Samstag, 20. Februar 2016

Warum es jetzt auch Werbung in meinem Blog gibt

Lange habe ich überlegt, ob ich es wirklich machen soll. Werbung in meinem Blog. Soll ich versuchen, mit meinem Blog Einnahmen zu erzielen? Lohnt sich das? Wie kann Werbung aussehen, mit der ich keinen Bauchschmerz habe und die dich, meinen Leser, nicht stört oder nervt? Fragen über Fragen. Aber wenn ich greenfietsen auf diesem Level halten und zukünftig weiterentwickeln möchte, dann geht es langfristig nicht ohne Einnahmen.

Ich investiere sehr viel Zeit in greenfietsen, in HoT, meine Facebookgruppe, meine Social-Media-Präsenz und in den Austausch mit meinen Lesern, manchmal so viel, dass es gut und gerne einem Halbtagsjob entspricht. Versteh mich nicht falsch! Natürlich mache ich das total gerne – ich liebe es! – aber in der Zeit, in der ich Blogposts und kostenlose Tutorials schreibe, kann ich natürlich keine Brötchen verdienen.  

Mein grünes Baby ist zu meinem Job geworden – bislang ein sehr schlecht bezahlter, aber das kann sich ja vielleicht ändern. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich mit dem, was meine Leidenschaft ist, auch Geld verdienen kann. Dann könnte ich noch mehr Zeit, Ideen und Energie in Blogartikel, Tutorials und schöne Aktionen stecken. Hach, das wär' ein Traum! So, und statt nur zu träumen, probiere ich das jetzt einfach mal aus.

Wenn du meinen Blogpost zur MoneyBag am Donnerstag gelesen hast, ist dir vielleicht aufgefallen, dass ich dort zum ersten Mal einen Affiliate-Link eingefügt habe.

Warum es jetzt auch Werbung in meinem Blog gibt

Ein Affiliate-Link führt dich zu einem Shop, den ich dir gerne empfehlen möchte. Du hast das vielleicht auch schon bei anderen Blogs gesehen. Die Sache funktioniert so: Wenn du über diesen Link etwas einkaufst, werde ich mit einer kleinen Provision beteiligt. Für dich macht das überhaupt keinen Unterschied. Du bezahlst deshalb nicht mehr, denn vergütet werde ich vom Shop bzw. Unternehmen. Das heißt: Wenn du über meinen Affiliate-Link deinen Einkauf tätigst, kannst du mich und meinen Blog damit unterstützen.

Affiliate-Links sind für mich eine schöne Sache, weil ich direkt zu Shops verlinken kann, die ich gut finde und unterstützen möchte. Ein Shop, bei dem ich schon lange zufriedene Kundin bin, weil Auswahl, Qualität und Service stimmen, empfehle ich natürlich guten Gewissens sehr gerne weiter.

Werbebanner in der Sidebar sind auch eine tolle Möglichkeit, gute Shops zu empfehlen – sofern sie vom Thema her und optisch ins Konzept passen. Die dritte Möglichkeit, die ich mir ebenfalls vorstellen kann, sind Sponsored Posts und Produkttests. Ich teste gerne mal ein Produkt aus den Bereichen Nähen, Handarbeit & DIY, wenn es mein Interesse weckt und wenn ich dabei in meiner Meinung immer frei und kritisch bleiben darf. Das ist oberstes Gebot! Dass Werbung in meinem Blog darüber hinaus immer gekennzeichnet wird, versteht sich von selbst! Alles andere wäre nicht nur unmoralisch, sondern auch strafbar.

Ja, das sind gerade meine Gedanken und Pläne, die ich gerne mit dir teilen möchte. Wichtig ist mir, dass du als Leser weißt: Ich liebe meinen Blog und werde ihn sicher nicht mit blinkender, unpassender oder aufdringlicher Werbung verschandeln oder meinen Namen für irgendeinen Mist hergeben. Dezent, authentisch, 100 % ehrlich und für dich als Leser von Mehrwert - So kann ich mir Kooperationen vorstellen.

Wenn du als Unternehmer Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir hast, schreibe mir gerne eine E-Mail an: info(at)greenfietsen(punkt).de

Auf Wunsch kann ich dir mein Media Kit mit ausführlichen Informationen (Reichweite, Konditionen, etc.) zusenden.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Probegenäht | Die MoneyBag von Keko-Kreativ

Für 2016 habe ich mir vorgenommen, öfter Schnitte zu nähen, die eine Herausforderung für mich darstellen und bei denen ich etwas Neues lernen kann. Zu den Dingen, die ich noch nie ausprobiert habe, gehören Portemonnaies. Eigentlich dachte ich ja, ich hätte Zeit bis September, wenn beim Taschen-Sew-Along das Thema "Geldbeutel" ansteht. Aber als ich nun im Februar die Möglichkeit hatte, Kerstins neuen Schnitt, die MoneyBag, probezunähen, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt.

Probegenäht | Die MoneyBag von Keko-Kreativ

Die MoneyBag kommt in zwei Größen und drei Schwierigkeitsstufen daher. Du kannst sie in der schmalen Version (16 cm) oder in der breiten Version (20 cm) nähen, mit einem Reißverschluss an der Oberkante, einem 2/3-Reißverschluss oder einem ganz herumlaufenden Reißverschluss. Es ist also für jeden etwas dabei, und wenn du willst, kannst du dich langsam steigern.

Ich habe mich für die 20 cm breite MoneyBag und den 2/3-Reißverschluss entschieden. Für mich ist das die optimale Größe - Geldscheine, Personalausweis und Führerschein passen bequem rein und in den 8 Scheckkartenfächer bekomme ich leicht und locker meine 9 Kärtchen unter, denn jedes Fach kannst du doppelt und zur Not sogar dreifach belegen, wenn die Karten nicht so dick sind. Vermutlich funktioniert das aber nur, weil meine Scheckkartenfächer nicht verstärkt sind. 

Probegenäht | Die MoneyBag von Keko-Kreativ - Innenleben
MoneyBag - Breite Version (20 cm)

Außen hat die MoneyBag ein Reißverschlussfach fürs Kleingeld und auf der anderen Seite ein Fach, an das du eine Öse und ein Karabinerband anbringen könntest. So kleine Ösen hatte ich leider nicht zuhause, deshalb habe ich darauf verzichtet. Am liebsten würde ich noch zwei silberne Mini-Druckknöpfe anbringen, um das breite Außenfach zu schließen, aber dafür ist es jetzt zu spät. Das hätte ich vor dem Zusammennähen von Außen- und Innenteil machen müssen. Bei der nächsten denk ich dran. 

Probegenäht | Die MoneyBag von Keko-Kreativ im Entstehen

In der Probenähgruppe wurde darüber gefachsimpelt, wie man den Geldbeutel am besten verstärkt. Da ich keine Erfahrung mit Portemonnaies hatte, habe ich mich an die Empfehlung im E-Book gehalten und bin damit sehr gut gefahren: Außenteil und Mittelteil habe ich mit Decovil light, das Innenteil mit S 320 verstärkt. Ich mag's ja eigentlich, wenn sich eine Tasche weich anfasst, deshalb fehlt mir ein bisschen das Volumenvlies, aber ein festes Portemonnaie ist ja auch nicht verkehrt. Die Vorteile sind ganz klar: Es ist nicht so dick, nimmt nicht so viel Platz in der großen Tasche weg, UND die Nähmaschine muss nicht durch so vielen Lagen und tut sich etwas leichter.

Probegenäht | Die MoneyBag von Keko-Kreativ im Entstehen
  
Das Zusammennähen von Außenteil und Innenteil, das Absteppen und auch das Einnnähen des Mittelstegs waren echte Herausforderungen für mich und meine Nähmaschine. Das braucht Geduld, viel Übung und die Erfahrung, wie man selber am besten klarkommt! Je nachdem, wie deine Nähmaschine gestrickt ist, ob sie mit vielen Lagen gut zurechtkommt, ob sie einen Obertransport hat und wie dick die Stoffe und die Verstärkung sind, für die du dich entschieden hast, kann es sich unterschiedlich auswirken.

Ich habe herausgefunden: Manchmal hilft es, den Geldbeutel herumzudrehen und von der anderen Richtung zu nähen. Und wenn's gar zu eng wird - wie bei den Seitenteilen - muss man halt auch mal ein kleines Stückchen von Hand nähen. Das Ergebnis lohnt die Mühe allemal!

Probegenäht | Die MoneyBag von Keko-Kreativ

Ein Portemonnaie mit einem rundum laufenden Reißverschluss ist echt fummelig. Das hab ich jetzt gelernt. Erwarte deshalb nicht, dass es gleich beim ersten Mal 100-prozentig wird, wenn du so etwas noch nie zuvor gemacht hast. Aber aus eigener Erfahrung kann ich dir auch sagen: Die kleinen, doofen Stellen verspielen sich ganz schnell, und außer dir sieht sie eh kein anderer. Bei mir setzt schon am zweiten Tag eine Art Nähamnesie ein. Ich vergesse total schnell, mit was ich mich geplagt hatte und wo die vielleicht nicht ganz so perfekten Stellen waren. Kennst du das?

Probegenäht | Die MoneyBag von Keko-Kreativ - Innenfächer

Kerstin hat sich hier jedenfalls an ein anspruchsvolles E-Book gewagt und die Aufgabe hervorragend gemeistert. Die Anleitung ist - wie ich das schon bei der Matchbag erlebt habe - wunderbar verständlich und detailliert. Kerstin gibt viele Zusatztipps und Hilfestellungen, und ich konnte mich trotz der vielen Einzelteile jederzeit super orientieren. Toll finde ich auch, dass es für Stoff und Vlieseline eigene Schnittteile zum Ausdrucken gibt.

Ich freue mich sehr, dass ich beim Probenähen dabei sein durfte und dass ich jetzt mein erstes selbst genähtes Portemonnaie in Händen halten darf. Das wird ganz sicher nicht das letzte bleiben.

Das neue E-Book "MoneyBag" bekommst du ab sofort im DaWanda-Shop: Keko-Kreativ*.  

Verlinkt bei RUMS und Taschen & Täschchen

-------
* Info: Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links. Sie führen dich zu Shops, die ich dir gerne empfehlen möchte. Wenn dir meine Empfehlung gefällt und du über diesen Link etwas einkaufst, bekomme ich eine kleine Vergütung, ohne dass du dafür mehr zahlen musst. Danke schön!

Dienstag, 16. Februar 2016

Mit dem Erbsenzähler auf'm Weg zum genähten Traumkleid

"Verdammt, ich will mich wieder wie ein junger Hüpfgummi fühlen, nicht wie ein alter Sack Kartoffeln!" - Allgemeines Gelächter. - "Vier Kilo will ich abnehmen, VIER Kilo, die zuviel sind, die nicht zu mir gehören!" - Schwupps waren wir beim traditionellen Neujahrskaffee in ein Gespräch über Abnehmen, Diäten, Sport und Fitness vertieft.

Klaro, nach den Feiertagen und Silvester fühlt sich ja fast jeder wie 'ne fette Weihnachtsgans und will ein paar Pfunde abspecken. Auch in meiner Familie hat da jeder so seine eigene Erfahrung, wie das am besten gelingt. Ernährung ist die neue Religion, denk ich manchmal. Hast du sechs Leute am Tisch sitzen, hast du mindestens sieben Meinungen darüber. Letztens hat im Radio ein Ernährungsexperte erklärt, dass es verschiedene Stoffwechseltypen gibt und dass deshalb nicht für jeden das gleiche Rezept taugt.

Toleranz ist, andere Anschauungen auszuhalten und zu respektieren, auch wenn's manchmal weh tut... Ich geb zu, ich bin kein Fan von Low Carb. Chia-Pudding zum Frühstück und grüne Smoothies als Abendessen - Bäh, nee, nicht für mich! Eigentlich ist doch das unser Problem: Wir bewegen uns zu wenig. Wir sitzen zu viel auf unserem Hintern vorm Computer, auf der Couch, vor der Nähmaschine. Wir verbrennen zu wenige Kalorien! Da liegt doch der Hase im Pfeffer, und da kommen auch unsere Rücken- und Nackenschmerzen her.

Mit dem Erbsenzähler auf'm Weg zum genähten Traumkleid

Ich behaupte: Die meisten gesunden Menschen sind durchaus dazu gemacht, Kartoffeln, Nudeln, Reis und auch mal ein Stück Brot zu essen, aber wir sind definitiv nicht dazu gemacht, acht Stunden am Tag im Büro zu hocken! 10.000 Schritte am Tag werden empfohlen, um gesund zu bleiben und abzunehmen. Ein Schreibtischtäter schafft's vielleicht im Durchschnitt auf 3.000 bis 4.000 täglich. Woher die Zahl 10.000 kommt und ob sie nicht eine Erfindung der Werbebranche ist? - Keine Ahnung. Ist mir auch egal. Ich wollte gerne wissen, wie viele Schritte ich täglich gehe und habe mir deshalb einen kleinen Schrittzähler gekauft.

Mein erbsengrünes Gadget lässt sich unauffällig an der Hosentasche befestigen und zählt den ganzen Tag meine Schritte, die Kilometer, die ich zurücklege, die aktiven Minuten und auch die Kalorien, die ich verbrenne. Wenn ich das möchte, kann ich die Infos dann per Bluetooth an mein Smarthpone senden und synchronisieren. Die dazugehörige App erstellt Statistiken, misst meine Erfolge und belohnt mich mit Abzeichen und Trophäen.

Witzig ist, dass drei Familienmitglieder auch so einen Schrittzähler haben. Ich kann dann also sehen, ob sich mein Mann auch den Turnschuh-Sticker verdient hat und ihn mit einem Klick anfeuern oder verspotten. Echt witzig! Auch, weil man über die App mit seinen Freunden Wettbewerbe veranstalten kann, z. B. "Wer schafft am Wochenende die meisten Schritte?". Allerdings muss ich dich warnen: Leg dich lieber nicht mit Hundemenschen an! Die gehen verdammt viel Gassi!

Ich habe mir aber für regelmäßigen Sport und minus 4 Kilo noch eine andere Motivation überlegt: Ich werde mir ein schönes Kleid nähen! Das Buch Kleider nähen von Tanya Whelan bietet so viele tolle Schnitte! 200 verschiedene Kleider soll man nach dem Baukastenprinzip entwerfen können. Natürlich könnte ich mir jetzt auch schon ein Kleid nähen, aber erstens würde es dann ja im Sommer nicht mehr passen, und zweitens muss ich mir auch noch ein bisschen Mut annähen, bevor ich mich in dieses Abenteuer stürze.

Grünes Taboulé mit Erbsen

Weil's natürlich beim Abnehmen sinnvoll ist, auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung zu achten, haben wir in den letzten Wochen ein paar Rezepte von meinem Pinterest-Board "Leckerschmecker" ausprobiert. Und ich kann dir sagen, die sind wirklich leckerschmecker: Grünes Taboulé mit Erbsen (auf dem Foto zu sehen), Brokkoli-Couscous-Frikadellen, Gemüse-Reis-Pfanne aus dem Ofen und Szegediner Putengulasch. Mhhm!...

Zu gesunder Ernährung müssen wir uns zum Glück nicht zwingen, weil wir gerne Gemüse, Obst, Nüsse und Vollkornprodukte essen. Und wer dann noch zweimal in der Woche auf den Crosstrainer geht oder Fahrrad fährt und versucht, mehr Schritte in seinen Alltag einzubauen, der darf sich auch mal ein Stück Schokolade gönnen - oder ein sahniges Tiramisu! So jedenfalls funktioniert das bei mir mit dem Abnehmen bzw. Gewichthalten: der Genuss darf nicht auf der Strecke bleiben. Das geht zwar nicht so schnell wie bei einer Radikalkur, aber ich hab's ja nicht so eilig. Bis zum Sommer reicht mir, und 4 Kilo sind ja nicht die Welt.

Sporttasche "König" to be! [Farbenmix: Taschenspieler 1]

Der Februar steht beim Taschen-Sew-Along 2016 unter dem Motto "Sport & Fitness", deshalb heute dieser Offtopic-Post. Aber Moment mal, ich bekomm noch die Kurve zum Thema meines Blogs: Ich werde mir nämlich eine Sporttasche nähen: den König von der Taschenspieler 1. Die Stoffe stehen schon fest. Auch wenn's vielleicht nicht so praktisch ist und dunkle Outdoorstoffe oder Wachstuch besser wären, habe ich mich für helle, freundliche Frühlingsfarben entschieden. Das motoviert mich einfach mehr als Anthrazit. Der Taschenkörper soll aus uni-grünem Canvas werden, die Träger aus dem bunten "Peacock Feathers" von Amy Butler. Den hab ich bei meiner Florabella schon an den Seiten eingesetzt - ein toller Stoff! Mein schwarzer Rucksack kann dann getrost in Rente gehen.

Ich hatte mir auch überlegt, eine Fahrradtasche zu nähen, denn im Sommer fahre ich viel draußen herum, aber da bin ich einfach schon zu gut mit Ortlieb-Taschen ausgestattet. Was mich noch reizt, ist der Turnbeutel Onkel Knorke. Ich weiß auch schon ganz genau, aus welchen Stoffen ich ihn nähen werde. Mal sehen, ob ich den Onkel im Februar noch auf die Reihe bekomme.

Was ich auf jeden Fall schon mal geschafft habe: Ich habe seit Anfang Januar regelmäßig zweimal in der Woche Sport gemacht. Nicht immer hatte ich Lust dazu, aber es hat sich gelohnt: Anderthalb Kilo sind runter, ich fühle mich viel fitter und dank des kleinen Erbsenzählers bewege ich mich auch im Alltag mehr. Wir machen jetzt oft nach dem Abendessen noch mal einen kleinen Spaziergang, was mir richtig gut gefällt. Ich werde mein Gadget bestimmt nicht ewig tragen, aber im Moment hilft es mir, ein Gefühl für mein Bewegungspensum zu bekommen und spornt mich an, mehr für meine Gesundheit zu tun. Übrigens gibt's auch Schrittzähler-Apps fürs Handy, falls du es auch mal ausprobieren möchtest.

Wenn du selbst auch eine Tasche für deinen Sport nähen möchtest, schau doch mal in die Linksammlung: Taschen-Sew-Along 2016 | Februar - Sport & Fitness. Schon viele fantastische Beiträge sind verlinkt worden - von der Zumba-Tasche über die Yogatasche bis zum Beutel fürs Aqua-Jogging, und ein paar Könige sind auch schon dabei. In jedem Fall eine sportlich bunte Inspirationsquelle!

http://greenfietsen.blogspot.de/2016/02/taschen-sew-along-2016-februar-sport.html